5 Tipps für deinen Winter

14. November 2020

Spätestens wenn in den Bergen der erste Schnee fällt, beginnt für die Wintersportler die Vorbereitung auf die nächste Saison. Unser Benu fasst fünf Punkte zusammen, die es zu bedenken gilt.

Fotos: Julian Rohn, Ruedi Thomi, Michael Neumann

Verkaufsberater, Filiale Markthalle Bern
Selber gerne knietief im Schnee

Lawinenkunde

Das Thema Lawinensicherheit spielt beim Wintersport eine grosse Rolle. Jedes Jahr verunglücken Skitourengeher, Snowboardfahrer und Schneeschuhwanderer in den Bergen. Um das Risiko eines Lawinenunfalls so gering wie möglich zu halten, ist ein fundiertes Wissen rund um diese Thematik unerlässlich: Wie liest man das Lawinenbulletin und wo finde ich es überhaupt? Was für Lawinentypen gibt es? Wie bilden sie sich? Wie erkenne ich Gefahrenmuster und wie sind sie zu beurteilen? Diese und ähnliche Fragen sollte man beantworten können, bevor man die gesicherten Pisten verlässt und mit seinen Ski ins Gelände abbiegt. Um sich dieses theoretische Wissen anzueignen, bietet sich ein Blick in die einschlägige Literatur an: Das Buch «3x3 Lawinen – Risikomanagement im Wintersport» (978-88-7073775-2, CHF 36.90, erhältlich bei Transa Books) vom international anerkannten Autor und Bergführer Werner Munter fasst den aktuellen Stand der Lawinenkunde anschaulich zusammen. Das Buch war längere Zeit vergriffen, nun gibt es wieder eine überarbeitete Auflage (2017). Ebenfalls lehrreich sind die Lawineninfoabende von Transa und Höhenfieber, die wir in diesem Jahr erstmals auch online per Zoom abhalten (zwei Level: basic & advanced).

Mindestens genauso wichtig wie das theoretische Wissen ist das praktische Üben des Lawinen-Kow-hows: Wie schätze ich die Neigung eines Hangs ab? Wie beurteile ich den Schneedeckenaufbau? Wie wähle ich meine Route im Gelände? Und wie verhalte ich mich, wenn ich trotz bester Vorbereitung mal in ein Lawinenunglück involviert bin? Der Schweizer Alpen-Club (SAC) bietet hierzu Grund- und Aufbaukurse an, bei denen alles Wichtige in der Praxis ver­mittelt wird. Denn: Die beste Sicherheitsausrüstung bringt dir nichts, wenn du bei einem Notfall nicht richtig mit ihr umgehen kannst.

Übrigens: Nicht nur Novizen sollten sich mit dem Thema Lawinenkunde auseinandersetzen. Auch alte Hasen sollten ihr Wissen regelmässig auffrischen. Denn durch den Klimawandel erfordert die Beurteilung der Verhältnisse immer wieder neue Entscheidungsgrundlagen.

Safety ­Gear prüfen

Im Notfall musst du dich auf Ausrüstung wie das LVS-Gerät, die Sonde oder den Lawinenairbag-Rucksack unbedingt verlassen können. Deshalb solltest du diese Ausrüstung vor dem ersten Einsatz des Winters besonders überprüfen.

Für den Sommer hattest du hoffentlich die Batterien aus dem LVS-Gerät genommen. Falls du das vergessen hast: sorgfältig prüfen, ob sie ausgelaufen sind und das Gerät beschädigt haben. In jedem Fall solltest du frische Batterien einsetzen. Ob Alkaline- oder Lithium-Batterien, steht in der Gebrauchsanleitung deines Geräts. Lithium-Batterien haben bei tiefen Temperaturen längere Laufzeiten, sie können aber nicht in allen Geräten verwendet werden, eventuell musst du die Einstellung deines Geräts ändern. Akkus solltest du nicht verwenden, sie haben eine geringere Betriebsspannung und damit eine geringere Reichweite und Betriebsdauer.
Die Hersteller überarbeiten regelmässig die Software für ihre LVS-Geräte. Nur wer die aktuellste Version auf dem Gerät hat, kann auch mit der schnellsten und zuverlässigsten Suche rechnen. Bei Transa kannst du dich informieren, ob für dein Gerät ein Update bereitsteht.

Deinen Lawinenairbag-Rucksack solltest du einmal im Jahr zum Test auslösen. Es gibt zwei Systeme: Airbags, die sich per Gaskartusche aufblasen, und Airbags, die sich durch ein batteriebetriebenes Gebläse füllen. Hast du ein elektrisches System, musst du nach dem Sommer den Akku überprüfen und kannst dann beliebig viele Testauslösungen machen. Bei den Modellen mit Kartusche musst du nach der Testauslösung die Kartusche austauschen (bei ABS auch den Auslösegriff). Einige Systeme (z.B. Ortovox und Mammut) lassen sich auch «trocken» auslösen. Dabei wird nur der Auslösemechanismus getestet, die Kartusche wird dafür nicht ein­geschraubt und der Airbag somit nicht aufgeblasen. Ob die Kartusche noch ausreichend gefüllt ist, solltest du regel­mässig mit einer Waage überprüfen. Ist die Kartusche mehr als fünf Gramm leichter als auf der Aussenhülle auf­gedruckt, musst du sie austauschen. Mit all diesen Aufgaben kannst du gerne in die Transa Filialen Markthalle Bern, Luzern oder Zürich Europaallee kommen:

Sonstige Ausrüstung

Ein Teil, das in jeden Winter-Tourenrucksack gehört, ist das First-Aid-Kit. Du solltest prüfen, ob dein Erste-Hilfe-Set noch vollständig und der Inhalt nicht abgelaufen ist. Ein Tipp von mir: Du solltest unbedingt ein Set wählen, das eine Rettungsdecke enthält – dies kann im Notfall den entscheidenden Unterschied machen. Über das Thema Sicherheit hinaus macht es Sinn, auch die Bekleidung und die restliche Ausrüstung vor Saisonbeginn zu prüfen. Die Reibung der Schulterträger deines Rucksacks sowie Schweiss und natürliches Hautfett setzen deiner Skibekleidung auf Dauer zu. Regelmässiges Impräg­nieren und gelegentliches Waschen helfen, dies zu vermindern. Falls du dir das zu Hause nicht zutraust: 

Ski oder Snowboard zum Service

Jeder kennt es: Die erste Skitour der Saison steht an und plötzlich fällt einem ein, dass die Ski oder das Snowboard eigentlich noch dringend einen Service bräuchten. Wohl denen, die über die nötigen Werkzeuge, das passende Material und das erforderliche Know-how verfügen und den Service selbst zu Hause erledigen können. Allen anderen helfen wir gerne: In den Filialen Markthalle Bern, Luzern und Zürich Europaallee kannst du deine Ausrüstung fit für den Winter machen lassen. Vom kleinen Service (Wachsen, Kanten schleifen, Steinschliff, Belagsschliff. Ski: CHF 49.–, Snowboard: CHF 59.–) über die Belagsreparatur (CHF 10.– pro defekte Stelle) bis hin zum grossen Service (Wachsen, Kanten schleifen, Steinschliff, Belagsschliff, grosse Belagsausbesserungen, Ski: CHF 69.–, Snowboard: CHF 79.–) helfen dir die Fachleute mit Rat und Tat. Ebenso möglich: Fellzuschnitt (gratis, wenn bei uns gekauft, sonst CHF 40.–), Felle neu bekleben (Preis nach Aufwand) und Bindungsum­montage (CHF 80.–, wenn wir die passende Bohrlehre haben). Wichtig ist auch, dass du deine Bindung regelmässig überprüfen lässt: Sind die Auslösewerte noch korrekt eingestellt oder sollten sie beispielsweise wegen Gewichtsveränderung des Fahrers angepasst werden? Bei alledem helfen wir dir gerne:

Touren­planung

Eine gewissenhafte Planung deiner nächsten Ski- oder Schneeschuhtour verringert nicht nur das Risiko, sondern macht auch Spass.

Wenn du dich rechtzeitig mit topografischen Karten beschäftigst und weisst, wie Geländeinformationen zu interpre­tieren sind, kannst du schon zu Hause Gefahrenstellen lokalisieren und deine Tour an aktuelle Wetter- und Schneebedingungen anpassen. Vor allem aber bist du in der Lage, selbst Alternativen zu den überlaufenen Routen zu finden und somit dein Naturerlebnis auf das nächste Level zu hebe­n. Wichtig ist dabei natürlich, dass die avisierte Tour dem Können deiner Gruppe entspricht. Im «Ski & Snowboard Tourenatlas Schweiz» (ISBN: 978-3-033-04116-5, CHF 100.–, erhältlich bei Transa Books) findest du echte Geheimtipps und Touren in jedem Schwierigkeitsgrad samt topografischen Karten zum Mitnehmen.

Steigst du gerade erst in das Thema ein, empfiehlt sich unbedingt ein Kurs unter sachkundiger Einleitung. Unser Partner Höhenfieber bietet entsprechende Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene an.

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