Auf der Lauer: Tierfotografie

6. August 2021

Mit Leidenschaft und Ausdauer hat sich Levi Fitze in der Riege der Schweizer Tierfotografen etabliert. Der ihm dabei eigene frische Blick auf die Dinge ist schnell erklärt: Levi ist erst 16 und drückt noch die Schulbank.

Fotos: Levi Fitze

Redaktor, 4-Seasons Magazin
Lieblingstier: Bike
Levi, wie bist du zur Tierfotografie gekommen?
Ich bin von klein auf gerne draussen unterwegs, was ich sicherlich zu einem grossen Teil meinem Umfeld zu verdanken habe. Mit zehn Jahren bin ich der Jugendgruppe Natrix beigetreten. Dort habe ich unglaublich viel über die einheimische Vogelwelt gelernt. Ungefähr zwei Jahre danach habe ich mir meine erste einfache Spiegelreflexkamera gekauft, um meine Beobachtungen festzuhalten. Die Fotografie wurde mir mit der Zeit immer wichtiger und aus den anfänglichen Belegbildern wurden ansehnliche Bilder. Die letzten zwei Jahre war ich nun so gut wie jede freie Minute draussen, wobei sich mein Interessensbereich von der Ornithologie auf das gesamte Ökosystem erweitert hat.

Was fasziniert dich an der Tierfotografie?
Tierfotografie bedeutet nicht, am Wochenende ein Tier aufzuspüren, sie begleitet einen überall hin. Verspielte Fuchswelpen gleich neben dem Spazierweg, ein Wanderfalke, der in der Stadt mit 120 km/h über die Köpfe fliegt – diese Wunder zu entdecken, an denen die meisten Menschen gedankenversunken vorbeisehen, das fasziniert mich an der Tierfotografie. Wenn ich das Erlebte dann auch noch mit anderen Menschen teilen kann und diese dadurch auch etwas aufmerksamer
durch die Welt gehen, dann ist es für mich das beste Hobby der Welt.
Du bist ziemlich jung. Für viele aus deiner Generation zählt nur der schnelle Instagram-Schnappschuss. Wie reagierenGleichaltrige, wenn du über dein Hobby redest?
Natürlich ist es für einige fremd und unverständlich. Mit der Zeit findet man aber seine Kreise. Es gibt durchaus immer mehr gleichgesinnte junge Menschen, mit denen man sich stundenlang über spezifische Fotoprojekte unterhalten kann.

Was ist die wichtigste Fähigkeit für einen Tierfotografen? Geduld? Erfahrung?
Es sind wahrscheinlich viele Komponenten, die wichtig sind. Geduld und Erfahrung spielen dabei bestimmt eine Rolle, aber das Wichtigste ist die Leidenschaft. Die Leidenschaft, dass man auch noch ein siebtes Mal draussen übernachtet und man seine eigene Arbeit nicht infrage stellt.

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