Durch den Walliser Herbst wandern

31. August 2021

Bei wechselhaftem Herbstwetter sind Sarah, Isa und Timon in die Ruhe der Walliser Natur abgetaucht, durch die menschleeren Wälder gestreift und über die Handeckfallbrücke hoch über der Aare geschwebt.

Fotos: Ruedi Thomi

Verkauf, Filiale Zürich Europaallee
Trinkt am liebsten direkt aus Bergbächen

Magische Farbenpracht 

Ich erinnere mich gerne an unsere Herbstwanderung im Wallis zurück. Die Atmosphäre war einzigartig und wunderschön. Die Lärchen leuchteten in goldenen Herbsttönen und sorgten sogar bei Regen und Nebel für eine besondere Stimmung. Der herbstliche Wettermix war sehr typisch für die Berge und wir wechselten unsere Kleider im Stundentakt. Vom T-Shirt zur Regenjacke, zur Mütze und wieder zurück auf Anfang.
 
Auf unserer Tour genossen wir die raue Bergwelt der Schweiz, den erfrischenden Schluck aus dem Bergbach und die kühle Luft, die schon ein wenig nach Schnee roch. Es war sehr ruhig und wir konnten sogar einige Tiere aus der Nähe beobachten. Trotz aufkommender Winterstimmung bot sich uns die letzte Gelegenheit, die eine oder andere reife Beere zu pflücken, bevor sie vom Schnee verschluckt würden.

Schwindelfrei über der Aare schwebend

Am ersten Tag wanderten wir in rund drei Stunden auf dem historischen Säumerweg vom Grimsel Hospiz in Richtung Handegg. Im 14. Jahrhundert passierten hier jede Woche Hunderte von Saumtieren, die schwer mit Gütern wie Käse (Sbrinz), Gewürzen, Reis oder Wein beladen waren.

Dann weiter zum Räterichsbodensee und der Aare entlang. Wir wanderten ein Stück auf dem Kristallweg und über das steinerne Böglisbrüggli. Wir staunten nicht schlecht, als wir die vom Wildwasser ausgehöhlten Gletschermühlen entdeckten. Begleitet vom Rauschen der Aare und den mit Lärchen und Birken bewachsenen wilden Mulden, kamen wir bald zu den glatten, in Granit gehauenen Stufen der Hälenplatte. Via Säumerstein ging’s weiter bis zur schwindelerregenden Hängeseilbrücke am Handeggfall, die es uns erlaubte, über der Aare zu schweben.

Rundwanderung auf dem Hochplateau Moosalp

Am zweiten Tag erkundeten wir die Moosalp. Auf dem gemütlichen Panoramaweg genossen wir während rund zwei Stunden den Rundblick auf das Oberwallis und ein Dutzend Viertausender mit Picknick am Breitmattusee. Während der Saison kann man sich auf der Terrasse des Restaurants Panorama mit Walliser Spezialitäten verwöhnen lassen. Die Ruhe des kurz bevorstehenden Winters war auch hier gut spürbar. Weiter ging’s zum nächsten Aussichtspunkt: dem Stand. Von hier aus erahnten wir weitere Viertausender, die uns leider wegen zunehmend schlechter Sicht vorenthalten blieben. Von da hätte man die Aussicht auf die Berner und auf die Walliser Alpen. 
 
Am besten gefiel mir an unserem Abenteuer, dass wir eine bunt gemischte Truppe aus unterschiedlichen Filialen und Abteilungen waren, die supergut zusammengepasst hat. Und noch etwas: Auf der Wanderung im Naturschutzgebiet der Moosalp haben wir Tannenhäher gesehen und gehört. Es ist ein lustiges, schnarrendes Zwitschern. Der Tannenhäher vergräbt im Herbst Arven- und Haselnüsse als Vorräte für den Winter im Boden und findet viele davon nicht mehr. Das ist sehr wichtig für den Fortbestand der Bergwälder in der Schweiz.

Verband Schweizer Wanderwege

Wandern ist die beliebteste Freizeitaktivität der Schweizerinnen und Schweizer. Dafür steht ein Wanderwegnetz von über 65 000 Kilometern zur Verfügung. Es verbindet die schönsten Landschaften der Schweiz – vom Naherholungsgebiet bis zum alpinen Gebirge.

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