Gore-Tex - so funktioniert die Membran

27. Oktober 2020

Bist du auch dann gerne draussen, wenn kein Postkartenwetter herrscht? Wir kennen das. Oberbekleidung mit Gore-Tex Membran hält dich auch bei Mistwetter trocken. Und das von innen und von aussen. Doch wie funktioniert die Technologie eigentlich und wie verwendest du sie am besten? Hier gibts Antworten auf deine Fragen.

Fotos: div.

Marketing, Office Zürich
tanzt gerne im Regen

Eine Membran. Ein Versprechen.

Beim Bergsteigen, Wandern, Biken oder im urbanen Alltag: Gore-Tex Membran verspricht in vielen Situationen und bei zahlreichen Aktivitäten absolut wasserdichte, winddichte und atmungsaktive Performance. Doch wie funktioniert das genau? Und wann funktioniert die Membran weniger gut? 

1. Wie funktioniert Gore-Tex überhaupt?

Die Entdeckung von Gore-Tex gelang dem amerikanischen Forscher Bill Gore vor gut 60 Jahren. Wie so viele gute Erfindungen passierte sie in seinem Keller, wo sein Sohn Bob das Material Polytetrafluorethylen, kurz PTFE expandierte und dabei herausfand, dass die nun entstandene Membran ePTFE ganz besondere Eigenschaften aufwies: Die atmungsaktive, aber dennoch wasserdichte Membran für deine schweisstreibenden Outdoor-Abenteuer war geboren.

ePTFE funktioniert so: Es ist in hohem Masse porös, heisst, es hat zahlreiche winzig kleine Öffnungen. Die Grösse dieser Milliarden von Poren spielt die entscheidende Rolle, denn sie sind 20.000 Mal kleiner als kleinste Wassertropfen. Dem Regen wird es verunmöglicht, die Membran zu passieren, er bleibt draussen. Aber nicht nur das: Die Poren sind gleichzeitig 700 Mal grösser als Wasserdampfmoleküle, die somit ungehindert durch die Membran hindurch nach aussen gelangen können. Dampf kann raus, Regen nicht rein.

Die ePTFE-Membran alleine kannst du aber nicht auf Skitour tragen: Sie ist dünn und kann leicht kaputt gehen, durch spitze Gegenstände wie Äste oder Steine einreissen. Mechanischer Abrieb würde die Membran rasch zerstören. Daher wird die Gore-Tex Membran in deiner Bekleidung mit einem anderen Material zusammengeklebt. Die Funktion von Gore-Tex wird so aber nicht eingeschränkt. 

2. Dreilagig vs. Zweilagig

Willst du dir eine neue Regenjacke kaufen, so stösst du irgendwann auf die Begriffe zwei- oder dreilagige Jacken. Der Unterschied liegt im Innenfutter: Bei dreilagigen Jacken ist es fest mit der Membran und der Aussenschicht verklebt. Zweilagige Jacken haben ein loses Innenfutter, dass nich fest verklebt ist. Das macht einen Unterschied in Gewicht uns Stabilität aus, dreilagige Oberbekleidung ist besser von Beschädigungen und Verschmutzungen geschützt.

3. Warum funktionert meine Gore-Tex Jacke nach einigen Monaten weniger gut?

Du kannst mit Pflege und Trageweise deiner Gore-Tex Aussenbekleidung massgeblich dazu beitragen, dass die wasserdampfdurchlässige Funktion mehr oder weniger gut funktioniert. Das A und O sind die richtige Pflege und die richtige Kombination.

Zu seltenes Waschen

Regelmässiges Waschen reinigt die mikroporöse Struktur der Gore-Tex-Bekleidung von Schmutz und Schweiss und trägt dazu bei, dass die Dampfmoleküle wieder ungestört passieren können. Auch sollten Gore-Tex Produkte von Zeit zu Zeit imprägniert werden. Vernachlässigst du das, kann es sein, dass die Jacke, Hose oder die Handschuhe nach einigen Monaten weniger gut "lüften" und du schneller ins Schwitzen kommst.

Die Kombination macht's

Trägst du unter deiner Gore-Tex Jacke nur saugfähige Materialien wie zum Beispiel Baumwolle, kann die Gore-Tex Membran ihre volle Wirkung nicht entfalten, weil der Schweiss gar nicht bis zur Jacke geleitet wird. Trage also unter deiner Gore-Tex Oberbekleidung ebenfalls Funktionsbekleidung: Feuchtigkeitsableitende Materialien wie Merinowolle oder atmungsaktive Kunstfasern als Baselayer sowie mittlere Schichten wie Fleece helfen deiner Jacke, dich trocken zu halten. 

4. Welche Wassersäule hat Gore-Tex?

Wasserabweisend, wasserbeständig, wasserdicht... die Begrifflichkeiten von Outdoor-Bekleidung können verwirren. Gore-Tex Produkte sind dauerhaft wasserdicht und haben eine Wassersäule von mindestens 28.000 Milimetern oder 28 Metern. Doch allein die Wassersäule sagt noch nicht viel aus. Denn Dichtigkeit oder Haltbarkeit einer Membran werden durch den Wassereintritts-Drucktest nicht gemessen. Darum hat Gore-Tex ihren eigenen Test entwickelt:

Der Regentest

Daher schickt Gore-Tex all ihre Produkte durch den echten Regentest: In einem Regenturm werden vom leichten Nieselregen bis zum Starkregen alle Wetterbedingungen simuliert. Die Prototypen müssen diesen Test bestehen, und das nicht nur frisch ab Produktion. Auch nach langem Gebrauch. Nur so kann Gore-Tex weiterhin verprechen: «Guaranteed to keep you dry»

Gore-Tex im Testlabor

Du siehst es: Dank richtiger Pflege und der richtigen Kombination mit dem Rest deiner Ausrüstung kann deine Gore-Tex Bekleidung auch extremen Bedingungen standhalten und ist maximal robust. Sie wurde entwickelt, um mit dir die Extrameile zu gehen, egal, was für Wetterbedingungen herrschen. 

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