Klettern mit Kindern

11. Juli 2019

Kinder sind die geborenen Kletteräffchen. Schon Kleinkinder kraxeln die Treppe nach oben oder ziehen sich an der Tischkante hoch und haben so schon «gebouldert», bevor sie laufen konnten. Dem Sportklettern steht also nichts im Weg.

Fotos: Ruedi Thomi

Verkaufsberaterin, Filiale Zürich Europaallee
Klettert selbst schon seit Kindertagen

Mit Power und Köpfchen

Beim Klettern sind Körper und Geist gleichermassen gefordert. «Gring abe u seckle», das funktioniert hier nicht. Gerade die wilderen Kids versuchen am Anfang ganz schnell hochzuklettern und merken dann bald, dass das Gspänli daneben mit seinen konzentrierten Bewegungen genauso schnell – wenn nicht schneller – ist. So beobachten sie sich gegenseitig und lernen voneinander.

Spielerisch lernen

Wie bei allen Sportarten ist es auch beim Klettern wichtig, dass Kinder ohne Druck lernen und üben können. Ganz wichtig: Wenn ein Kind runter will, dann sollte man es auch gleich runterlassen. Es hilft kleine Ziele zu stecken und nicht gleich die Route toppen zu wollen. Ein guter Einstieg in den Klettersport für die ganz Kleinen ist Bouldern. Ohne Seil und Co ist es für kleine Kinder häufig einfacher, erste Schritte zu wagen. Später können sie beim Sportklettern mit Seil lernen anderen gegenüber Verantwortung zu übernehmen.

Ist Klettern für Kinder gefährlich?

Klettern ist eine kontrollierte Sportart, bei der die Kids gut gesichert und konzentriert dabei sind. Mit der richtigen Ausrüstung ist die Verletzungsgefahr gering. Klettern in der Halle mit Topas oder Toprope ist in der Regel weniger «gefährlich» als zum Beispiel draussen Fangis zu spielen. Wichtig ist aber auch bei Kindern eine professionelle Ausbildung. Selbst wenn die Eltern erfahrene Kletterer sind, ist es empfehlenswert mit den Kindern einen Kurs zu besuchen.

Fürs Klettern in der Halle brauchen die Kinder nur einen passenden Kinderklettergurt und – da es in den Hallen ein Barfuss-Verbot gibt – ein paar Schuhe. Geeignet sind zum Beispiel Kinderkletterfinken: Sie haben keinen extremen Vorspann und sind so gemacht, dass sie mit dem Kinderfuss ein bis zwei Nummern mitwachsen. Für den Anfang reichen aber auch normale Hallenturnschuhe.