Packliste: Ausrüstung fürs Hochtouren

24. Juni 2020

Die richtige Ausrüstung entscheidet darüber, ob eine Hochtour für dich zum Genuss wird – oder nicht. Wir erklären dir, worauf es bei Bekleidung, Hartwaren und Bergschuhen ankommt.

Fotos: Ruedi Thomi, Jonas Jäggy

Marketing, Office Zürich
Packt seinen Rucksack jeweils am Vorabend.

Technische Ausrüstung

In der faszinierenden Welt einer Hochtour sind ein Eispickel und Steigeisen ein absolutes Muss und gehören zur Grundausrüstung. Um auch im Falle eines Spaltensturzes gewappnet zu sein, sind auch ein Klettergurt und ein dynamisches Seil unabdingbar. Für den altbekannten Flaschenzug brauchst du zwei Eisschrauben, genügend Reepschnur sowie mindestens fünf Karabiner, ein Klemmgerät und Bandschlingen. Im untenstehenden Video-Tutorial findest du deine Anleitung dazu. Ein Sicherungsgerät zum Abseilen und zur Partnersicherung empfiehlt sich ebenfalls. Weil du deine gesamte Ausrüstung mit einem Rucksack transportierst, sollte sie das Kredo «so leicht wie möglich» erfüllen. Die Robustheit darf dennoch keinesfalls darunter leiden. Nimm so viel wie nötig aber so wenig wie möglich mit.

Nützliches Zubehör

Aufbruch zu einer Hochtour ist meist dann, wenn die Sonne noch schläft. Damit in der Hütte nichts vergessen geht und du auf den ersten Metern der Tour nicht auf der falschen Fährte landest, sollte eine leistungsstarke Stirnlampe mit ins Gepäck. Diese lässt sich problemlos am Helm befestigen. Bezüglich Kopfschutz empfiehlt sich ein Stirnband oder Buff, welchen du sowohl als Kopfbedeckung als auch Halstuch verwenden kannst. Die Reflexion vom Schnee in Kombination mit den Schweissperlen auf deiner Haut kann zu üblen Verbrennungen führen, weshalb eine gute Sonnencreme enorm wichtig ist. Am besten, du schmierst dein Gesicht gleich in der Hütte beim Zähneputzen ein. Nachcremen während der Tour nicht vergessen. Gleiches gilt für die Augen: Um durch die Höhensonne keine Lichtschäden am Auge zu erleiden, kann nicht auf eine Sonnenbrille der Schutzkategorie 3 oder 4 verzichtet werden.

Tipps für die Bekleidung

Durch die sportliche Anstrengung läuft der Körper auf «Hochtouren» und es wird geschwitzt, wobei eben dieser Schweiss bei gelegentlichem Rasten wiederum für Fröstelmomente sorgen kann. Deine Hose und Jacke sollten dementsprechend atmungsaktiv, feuchtigkeitsregulierend und unbedingt winddicht sein. Bei den Handschuhen ist neben der Wärme und dem Komfort vor allem auch das Gespür wichtig. Denn der Umgang mit der Kletterausrüstung erfordert eine ordentliche Portion Feingefühl.

Die passenden Bergschuhe fürs Hochtouren

Vorzugsweise gut isolierte Schuhe müssen im Minimum bedingt steigeisenfest sein, was eine gewisse Stabilität und Härte voraussetzt. Für klassische Hochtouren eignet sich die Kombination von bedingt steigeisemfestem Bergschuh und Steigeisen, welche vorne mit einem Körbchen und hinten mit einem Bügel ausgestatten sind. Weitere Tipps zu den Schuhen findest du im untenstehenden Video-Tutorial. Trotz dieser Härte darf die umfassende Bewegung des Gelenkes nicht darunter leiden. Schuhe mit einem flexiblen Gelenksystem sind diesbezüglich klar im Vorteil. Ebenfalls rate ich dir das Tragen von wasserdichten Gamaschen.

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