Tipps für fitte Füsse

27. November 2019

Sie tragen uns durchs ganze Leben – entsprechend sollten wir unseren Füssen auch die Aufmerksamkeit schenken, die sie verdienen. Orthopädist Marcel verrät dir seine Trainings- und Pflegetipps.

Fotos: Raphael Zeller, Div

Orthopädist, Filiale Markthalle Bern und Zürich Europaallee
Sucht, findet und löst Fussbeschwerden

Rückenschmerzen? Hüftbeschwerden? Wenn es unseren Füssen schlecht geht, kann sich dies auf unseren ganzen Körper auswirken. Auch deshalb sollten wir sie mehr beachten, pflegen und trainieren.  So kannst du deinen Füssen Gutes tun:

1. Fusspflege

Verkrampfungen können Fehlstellungen und somit Beschwerden auslösen. Schenke deinen Füssen nach einer anstrengenden Wanderung Aufmerksamkeit in Form einer Massage. Ideal geht dies mit einer geeigneten Fusscreme. Die sorgt zudem dafür, dass die Haut gut genährt ist. Denn wenn die Füsse zu trocken sind, kann es Risse in der Haut geben, welche sich leicht entzünden können.

Die Füsse sind ein Abfalleimer des Körpers: Schadstoffe werden hier gerne eingelagert. Gönne dir darum ab und zu ein Basenbad, um deine Füsse zu entsäuern und so den ganzen Körper etwas zu entgiften.

2. Nagelpflege

Dank unseren Fussnägeln haben wir ein besseres «Gspür». Warum? Sie erhöhen den Druck auf unsere Nerven und dadurch das Feedback des Untergrunds. Deine Nägel solltest du kurz halten und schön feilen, damit es keine störenden Kanten gibt. Auch eine jährliche professionelle Nagel- und Fusspflege bei einer Podologin/einem Podologen ist empfehlenswert.

3. Barfuss laufen

Unsere Füsse sind verwöhnt: Bequem eingebettet im Schuh müssen sie nicht mehr viel machen und die Muskulatur wird abgebaut. Aber gesunde Füsse sind fitte Füsse. Darum sollten sie trainiert werden. Besonders gut geht dies mit regelmässigem Barfusslaufen. Je unebener der Untergrund desto grösser der Trainings-Effekt: Ein Spaziergang im Wald oder über Feldwege, dem Fluss entlang oder auf einem extra eingerichteten Barfussweg.

Barfuss – auch im Büro

Es reicht nicht täglich für einen längeren Spaziergang, dafür ist stapelt sich zu viel Arbeit auf dem Pult? Wir hoffen, es ist ein Stehpult, dann kannst du auch bei der Arbeit deine Fussmuskulatur trainieren: Alles was du brauchst ist eine weiche Unterlage, zum Beispiel ein dicker Schaumgummi oder eine Bouldermatte. Der weiche Untergrund gibt dir ständig leichte Impulse, die deine Muskulatur stärken.

Barfuss – auch mit Schuhen

Du möchtest deine Füsse trainieren aber ohne Schuhe herumlaufen ist keine Option für dich? Kein Problem: Mit den sogenannten Barfuss-Schuhen ist dein Fuss geschützt und dennoch gehst du fast wie barfuss. Die Schuh ersetzt die Hornhaut, welche unseren Füssen hierzulande oft fehlt. Durch die dünne Sohle und den weichen Schaft wird die Muskulatur aktiviert, welche in einem konventionellen Schuhe weniger bis gar nicht arbeitet.

Am Anfang sollten die Barfussschuhe nicht zu lange getragen werden bereits eine Stunde kann zu viel sein und kleine Entzündungen in den Muskeln verursachen, welche sich als Muskelkater bemerkbar machen.   

4. Schuhe wählen und einlaufen

Die Auswahl der Schuhe ist essentiell und was passt ist extrem individuell. Lass dich bei uns in der Filiale beraten und finde den richtigen Schuh. Wichtig: Auch wenn der Schuh perfekt sitzt, muss er zuerst eingelaufen werden. Einen neuen Wanderschuh zum Beispiel solltest du vor der ersten grossen Wanderung bereits über einen Monat einlaufen – am besten ca. 30 Minuten täglich.

5. Probleme erkennen

Bei Beschwerden und Schmerzen ist unser Team für dich da, um deine Füsse mit den richtigen Massnahmen oder Einlagen wieder auf Kurs zu bringen.

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