Trekking auf Korsika

8. Mai 2020

Der mystische Wanderweg "Grande Randonnée 20" - kurz GR 20 - ist eines der Aushängeschilder Korsikas. Der alpine Weg verläuft quer durch die raue Berglandschaft und verbindet den Norden und Süder der Insel. Ihn zu meistern, erfordert eine gute Kondition und Trittsicherheit.

Fotos: Jonas Jäggi

Omnichannel, Office Zürich
fühlt sich im Zelt unter dem Sternenhimmel am wohlsten

Anreise nach Korsika

Eine auffällig gelbe Nachtfähre bringt uns von Savona nach Bastia. Wir schlagen unser Lager draussen auf dem Deck unmittelbar neben dem Pool auf.

Am nächsten Morgen erwarten wir gespannt die Ankunft auf Korsika. Ringsherum vom Meer umgeben zu sein, ist ein schönes, abenteuerliches Gefühl. Grad so schön ist es jedoch, Land in Sicht zu haben. Ich freue mich auf die Woche auf der rauen Insel.

Übersichtskarte

Warm-up am Anfang des Pfades

Drei von uns – Katrin, Martina und ich – schnüren schon am ersten Tag die Wanderschuhe und erkunden die blank geschliffenen Granitformationen am Bach Cavu. Die glasklaren natürlichen Becken laden zum Baden und Verweilen ein. Aber das war erst das Warm-up.

Denn morgen wagen wir uns an den GR 20. Am morgen früh verlassen wir das herzige Hotel la Tonelle in Conca und machen uns auf den Weg zum Einstieg des GR 20. Der Weg schlängelt sich sanft ansteigend durch wunderbar riechende Macchia. Wir staunen über die immer noch sehr grüne und üppige Vegetation.

Trinkwasser pumpen

Nach etwa eineinhalb Stunden erreichen wir einen Bach mit mehreren Pools, die zum Baden einladen. Momentan ist es jedoch zu frisch, also füllen wir nur unsere Wasserbehälter auf. Das Wasser könnte man sicher auch einfach so trinken. Aber der Wasserfilter muss ausprobiert werden. Also pumpen wir. Der Wasserfilter erinnert an die Brunnen auf den Spielplätzen, wo man mit einem Schwengel Wasser hochpumpen konnte. Mit dieser Kindheitserinnerung im Kopf macht es grad noch mehr Spass.

Nebelwandern

Plötzlich zieht dichter Nebel auf. Aber nicht einmal der bedeckte Himmel kann der Farbintensität der Flora was anhaben. Wir geniessen diese mystische Stimmung und erzählen uns von anderen Abenteuer, wo der Nebel zur Orientierungslosigkeit geführt hat. Uns kann das zum Glück nicht passieren, wir haben ein GPS dabei, das unsere Route vorgibt.

Erst gegen Abend dringen ein paar tiefrote Sonnenstrahlen durch die Wolken und verbreiten eine ruhevolle Stimmung. Eine majestätische Aussicht auf die Punta Tafunata d‘i Paliri und die Ferriate-Gruppe eröffnet sich vor uns. Da kochen wir auch noch eine feine Trek'n'Eat Mahlzeit. Dieses Essen aus dem Beutel schmeckt überraschend gut. Ich bin immer wieder erstaunt, dass gefriergetrocknete Mahlzeiten mit einem Gutsch heissem Wasser und 10 Minuten Geduld so gut schmecken.

Übernachten tun wir in einem sogenannten Refuge, nämlich im Refuge de Paliri. Auch das Zelt haben wir dabei.

Pack-Dilemma

Wenn man mit dem Zelt unterwegs ist, hat man immer was zu tun. So erging es uns auch am nächsten Morgen. Zelt abbauen, zusammenräumen, verstauen. Und zwar so, dass alles andere auch Platz hat. Es lohnt sich, den Packvorgang fein und säuberlich zu gestalten. Sonst ist man immer auf der Suche nach irgendwas. Oder schlimmer: es passt gar nicht in den Rucksack und man rätselt über die über Nacht geschrumpften Platzverhältnisse.

Faszination Fels

Kurz nach dem Refuge kann man an einer Quelle Trinkwasser auffüllen. Der Wanderweg führt uns einem Hang entlang bevor es in steilen Serpentinen zur Foce Finosa hinauf geht. Von hier oben eröffnet sich ein gewaltiger Blick auf die Aiguilles de Bavella. Übringens lohnt sich hier die kurze Rundwanderung zum Trou de la Bombe - ein 8-Meter grosses Loch in Gipfelgrat der Paliri-Kette.

Die zwei Tage GR 20 machen Lust auf mehr. Etwa 15 Tage müsste man Zeit haben, um den gesamten Fernwanderweg zu meistern. Vielleicht konnten wir dich “gluschtig” machen. Ich jedenfalls bin es, und die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass ich mir schon bald die 15 Tage freihalte und den gesamten Weg in Angriff nehme.

Allen Wanderfreunden wünsche ich weiterhin viel Vergnügen. Es gibt ja so viele lohnenswerte Trekkingtouren. Korsika und der GR 20 gehören mit Sicherheit dazu.

Footnotes: Herzlichen Dank an: Jean-Philippe di Grazia (Guide), Philippe Mesmer, Katrin Schley und Martina Peier (Protagonisten), Jonas Jäggi (Fotograf), Saskia Stock (Unterstützung aus dem Marketingteam)

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