Haute Route im Tösstal

22. November 2022

Ganz nach dem Motto «explore your Backyard» liebt es Transianerin Anja beim Skitouren ihre nächste Umgebung zu entdecken: Einfach, bequem und umweltfreundlich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Denn das Gute muss nicht fern liegen.

Fotos: Anja

Verkaufsmitarbeiterin, Zürich Europaallee
möchte der Umwelt Sorge tragen.
Zugegeben: Es kommt nicht jeden Winter vor, dass in unmittelbarer Umgebung meines Wohnortes genügend Schnee liegt, um Schwünge im Pulverschnee zu geniessen. Wir schätzen es ganz besonders an diesem Morgen, die Skitour Tösstaler Haute Route in Angriff zu nehmen. Und umso mehr möchten wir Rücksicht nehmen auf die sensible Natur. Will heissen: Möglichst wenig Aufstiegs- und Abfahrtsspuren hinterlassen und den Wald meiden. So werden die schon geschwächten Tiere nicht gestört. Aber von vorne:


Schnell am Ausgangspunkt

Es ist eine der Skitouren, welche von A nach B geht und daher optimal mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unternommen werden kann. Was obendrauf einiges umweltfreundlicher ist. Mit dem Zug ab Zürich reisen wir in nur einer Stunde nach Steg im Tösstal. Noch mit den Stirnlampen am Helm, Skis auf den Rucksack gebuckelt, starten wir unsere Tour der Töss entlang und erklimmen die verschneite Strasse Richtung Brüttental. So gut es geht, versuchen wir uns an Strassen und Wanderwege zu halten und eben nicht durch den wilden Wald zu laufen. Wir möchten die Wildtiere nicht unnötigem Stress aussetzten. Nordöstlich der Schindelberghöchi, Schindelegg bis zum Rosegg ist eine Wildruhezone, welche nicht nur im Winter, sondern das ganze Jahr aktiv ist.
 

Zum höchsten Punkt des Kanton Zürichs

Schnell wird uns bewusst, dass wir hier nicht auf Skitour sind für die langen Traumabfahrten, aber um die einmalige Natur zu geniessen. Angekommen auf dem Schnebelhorn, dem höchsten Punkt des Kanton Zürichs, ist der längste Aufstieg geschafft. Nun folgte eine Tösstaler Sightseeing-Tour vom Feinsten. Wir laufen stets am Grat entlang, über etliche Hubel und Chnubel. Teils sind die Abfahrten so wenige Höhenmeter lang, dass es sich kaum lohnt die Felle von den Ski zu ziehen. Spass und Gelächter kommen bei Fellabfahrten auch nie zu kurz.  

Abenteuer fast für sich allein

Nach einer ausgiebigen Pause folgt nun endlich die lang ersehnte Powderabfahrt Nummer 1 vom Habrütispitz hinunter Richtung Allmeind: bescheidene 300 Höhenmeter. Der Pulver ist jedoch grossartig und die Motivation wieder getankt für den zweitletzten Aufstieg Richtung Höchhand. Bis hier hin waren wir allein auf diesen verschneiten Hügeln unterwegs. Die Höchhand und der Schwarzenberg sind jedoch nicht unbekannte Skitouren im Tösstal. So begegnen wir einigen weiteren begeisterten Backyard-Powder-Surfenden. Abfahrt Nummer 2 steht an: vom Schwarzenberg in die Wolfsgrueb. In der Wolfsgrueb angekommen, müssen dann noch ein paar eingepackte Gummibärli dran glauben, um den Beinen nochmals Kraft zu verleihen. Der letzte Aufstieg steht an. Für die Überschreitung der Scheidegg hinüber zum Dürrspitz montieren wir das letzte Mal die Felle. Jetzt wird es romantisch: Als wir beim Dürrspitz ankommen, senkt sich die Sonne und wir werden mit einer unvergesslichen Abfahrt in den Sonnenuntergang belohnt. Die letzte Fahrt führt uns bequem an den Bahnhof Gibswil. Mit müden Beinen sitzen wir schon fast bei kompletter Dunkelheit in den Zug und lassen uns von der SBB in kurzer Zeit nach Hause chauffieren.

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