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Schneeschuhe

Das Gesamtgewicht des Läufers inkl. Ausrüstung sowie die Schrittbreite, Fussgrösse und Tourenart sind die Hauptkriterien für die Wahl des idealen Schneeschuhs. Grundsätzlich gilt: Je grösser die Auflagefläche des Schneeschuhs, umso mehr Auftrieb gibt er dir im Schnee. Dies ist besonders im Pulverschnee hilfreich oder wenn du mit schwerem Gepäck unterwegs bist. In technisch anspruchsvollem Gelände können grosse Schneeschuhe dagegen hinderlich sein. Daher sind viele der heutigen Modelle mit separaten Verlängerungsteilen erhältlich. Kläre für dich vor dem Kauf folgende Punkte:

+Schrittbreite

Unser Tipp: Ist deine Schrittbreite eher schmal, wähle das Damenmodell – auch als Mann. Damenmodelle sind in der Regel schmaler und ermöglichen damit ein angenehmes Laufen ohne dass sich die Schuhe ständig berühren. Und es gibt Damenmodelle übrigens auch in neutraler Farbe!

+Grösse Schneeschuh

Die Schneeschuhe gibt es in unterschiedlichen Grössen bzw. Längen – für Erwachsene in der Regel zwischen 22 und 30 Zoll (1 Zoll = 2.54 cm). Für die Wahl der richtigen Grösse des Schneeschuhs ist aber nicht die eigene Schuhgrösse entscheidend, da die Schneeschuhe beliebig auf die Schuhgrösse eingestellt werden können. Massgebend sind das Gesamtgewicht, Körpergewicht inklusive Ausrüstung, sowie die Schneebeschaffenheit.

Als Faustregel gilt

  • Grösse 22 für bis zu 70 kg Gesamtgewicht (Körpergewicht inklusive Ausrüstung)
  • Grösse 25 für 70 bis 100 kg Gesamtgewicht (Körpergewicht inklusive Ausrüstung)
  • Grösse 30 für über 100 kg Gesamtgewicht (Körpergewicht inklusive Ausrüstung)

Gehen die Touren aber vermehrt durch unverspurten Pulverschnee, sollte der Schneeschuhe besser etwas grösser gewählt werden, da man so besseren Auftrieb hat. Bei nassem / feuchtem Schnee hingegen kann man sich nach der obigen Faustregel richten.

Für Frauen und Männer erfolgt die Grössenwahl gleich. Allerdings sind die Damenmodelle etwas schmaler und berücksichtigen die etwas offenere Fussstellung für maximale Ergonomie.

+Unterlage

Vor dem Kauf solltest du dir Gedanken darüber machen, auf welchem Terrain du mehrheitlich unterwegs bist. Ist das bei guten Schneeverhältnissen auf einfachem Terrain, genügen schlichte und eher weiche Schneeschuhe.

Bist du auf hochalpinen Touren unterwegs, auf eisigen Flächen und harten Traversierungen, solltest du auf jeden Fall verwindungssteife Modelle mit zusätzlichen Griffkrallen verwenden.

+Bindung

Bei den Schneeschuhen wird zwischen Riemen- und Ratschenbindung unterschieden:

Die Ratschenbindung ist unkompliziert in der Handhabung und somit schneller zu bedienen als eine Riemenbindung, ist aber nur für Schuhe mit festem Schuhrücken geeignet.

Die Riemenbindung hingegen passt sich ideal an und ist praktisch, wenn du mit verschiedenen Schuhen unterwegs bist (Snowboardschuhe, Winterschuhe, Wanderschuhe). Gerade bei weichen Schuhen hat sie den Vorteil, dass sie den Fuss gut fixiert, ohne ihn zu stark einzuschnüren.

Bereiten dir deine Gelenke ab und zu Probleme, bist du mit einer Atlas-Riemenbindung bestens beraten. Dies ist eine schwimmende Bindung, welche sich flexibel dem wechselnden Untergrund anpasst und deine Gelenke entlastet.

+Rahmen

In Bezug auf die Bauweise von Schneeschuhen gibt es zwei vorherrschende Varianten: Die Schneeschuhe mit Rohrrahmenkonstruktion (Aluminium) und Kunststoffschneeschuhe.

Die Rohrrahmenkonstruktion ist mit ihrem Design dem Original amerikanischer Ureinwohner nachempfunden. Statt eines Holzrahmens bestehen sie aber aus gehärtetem Aluminium und die Lederbespannung wurde durch stabiles Kunstgewebe ersetzt. Die Rohrrahmenkonstruktions-Schneeschuhe sind besonders langlebig, haben viel Auftrieb und eignen sich für kurze und lange Touren in flachem bis hügeligem Gelände wie auch für Tiefschnee.

Die Kunststoffschneeschuhe hingegen sind aus kältefestem Hartplastik gefertigt und meist kleiner. Das heisst zwar, dass sie nicht so viel Auftrieb haben, sie eignen sich aber wegen ihrer geringeren Auflagefläche besser für befestigte Winterwanderwege und, je nach Zackenausstattung bzw. -anordnung, für steiles und alpines Gelände. Gerade in diesem Gelände steht bei vielen Schneeschuhen eine Steighilfe zur Verfügung, die bei Bedarf aufgeklappt werden kann und in der Funktion eines Absatzes die Wadenmuskulatur entlastet.

Sehr hilfreich bei einer Schneeschuhwanderung sind zudem:

  • Stöcke: Hilfreich für die Balance, gerade bei weichem Schnee. Um die Länge auf die Tiefe des Schnees optimal abzustimmen, empfehlen sich mehrteilige Teleskopstöcke. Auch die grossen Winterteller sind besonders wichtig, damit der Stock nicht zu weit in den Schnee sinkt.
  • Gamaschen: Gerade bei tieferem Pulverschnee halten sie deine Füsse trocken. Alternativ eignen sich auch Skihosen mit integrierten Gamaschen.
  • Rucksack: Gerade im Frühling ist es praktisch, einen Rucksack mit spezieller Halterung für Schneeschuhe mitzunehmen. So können diese problemlos am Rucksack befestigt werden, wenn längere schneefreie Strecken überwunden werden müssen.


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