Helle

Man könnte von abenteuerlichen Outdoorerlebnissen erzählen. Da in Holmedal, dem kleinen Ort in Schweden. Eingebettet zwischen Bergen und dem Fjord. Wo die Natur schon immer das Reich für allerlei Beschäftigungen an der frischen Luft war: jagen, fischen, Beeren und Pilze sammeln … Doch, diese Geschichte beginnt anders. Es war nicht gerade die Aussicht auf Outdoor-Erlebnisse, die die beiden arbeitslosen Brüder Steinar und Sigmund Helle im Jahre 1932 dazu bewogen hat, zuhause in der alten Schmiede auf dem Hof in Holmedal mit der Produktion von Messern anzufangen. Sondern schlicht und einfach die Not und die fehlende Arbeit. Aber, die produzierten Messer erfreuten sich in der örtlichen Umgebung bereits nach kurzer Zeit grösster Beliebtheit. Der Grundstein für ein Stück norwegische Handwerksgeschichte war gelegt. Die Expansion gleicht dann schon eher der Abenteuergeschichte. Der Markt vor Ort war gesättigt. Steinar Helle füllte seinen Rucksack mit Messern, machte sich mit seinem Fahrrad auf den Weg ins Hochgebirge und brachte die Messer unters Volk. Ein Erfolg!

Die Fertigung war in den ersten Jahren echte Knochenarbeit, der kleine Ort Holmedal stromlos. Der Schleifstein musste mit Muskelkraft betrieben werden. Anfang der 1940er ging auch in diesem Örtchen das Licht an. Die Brüder verlegten die Produktion nach und nach praktischere Betriebsstätten. Trotzdem bestand ein Grossteil der Arbeit aus Handarbeit. Handwerkliche Qualität bedarf qualifizierter Handwerker. Dies ist das Grundprinzip der Firmenphilosophie, der Helle stets treu geblieben ist. Fachleute mit umfassenden Messerkenntnissen sehen es seit jeher als ihre Ehrenaufgabe an, jedes Helle-Messer gleichermassen einzigartig zu fertigen. Was 1932 aus einer Notlage entstand, erfreut heute Käufer auf der ganzen Welt. Über Generationen hinweg.

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