Das wichtigste in Kürze

Eine der spannendsten neuen Bindungen dieser Saison. Die Xenic 10 von Fritschi geht neue Wege und besticht durch sehr viel Funktion und Zuverlässigkeit bei wenig Gewicht.

Über Xenic 10

Mit der Xenic geht Fritschi schon wieder neue Wege. Als bisher einziger Bindungshersteller weichen sie vom klassischen Kniehebelsystem zum Schliessen der vorderen Pins ab. Das Kniehebelsystem ist zwar einfach (und das ist durchaus gut), aber es birgt ein Problem, das Tourengehern den Tourenalltag doch versauern kann. In geöffneten Zustand kann sich unter dem "Knie" Schnee oder Eis ansammeln, was das vollständige Schliessen der Bindung verhindert und zu Fehlauslösungen führt, weil die Bindung zu schnell wieder aufschnappt. Das gleiche kann natürlich passieren, wenn die Inserts mit Eis oder Sand gefüllt sind und sich die Bindung deswegen nicht perfekt schliesst. Weil das Kniehebelsystem bei Pin Bindungen nur mit minimalen Bewegungen arbeitet, kann schon ein bisschen Schnee in der Bindung dazu führen, dass die Bindung beim kleinsten Schlag aufschnappt. Dieses Aufschnappen wollte Fritschi eliminieren. Ihre Lösung ist ein geschlossenes System innerhalb dem sie die Pins, bzw. die Pin-Aarme horizontal verschieben lassen. Es kann also kein Schnee das vollständige Schliessen verhindern, noch kann ein Schlag zum vorzeitigen Auslösen führen. Von der Bedienung her unterscheidet sich der vordere Kopf aber in keiner Weise von einer herkömmlichen Pin Bindung. Der hintere Kopf ist zwar nicht ganz so revolutionär, bietet aber ungleich viel mehr Funktionalität als vom Gewicht her vergleichbare Bindungen. Das herausragendste Merkmal ist sicher, dass sich die seitliche wie auch die horizontale Auslösung einzeln definieren lassen. Das ist bei so einem leichten Kopf nicht selbstverständlich. Der grosse Vorteil davon ist natürlich, dass sich die Bindung individuell auf das Gewicht und den Fahrstil der Fahrerin oder des Fahrers einstellen lässt. Ins Auge springt auch, dass die Xenic auf der gleichen Grundplatte montiert ist wie die Vipec und Tecton und dass der Turm, auf dem die Bindung seitlich rotiert, entsprechend sehr breit und auch sehr flach ist. Das macht den hinteren Kopf sehr stabil und gleichzeitig auch ziemlich elastisch. Das heisst, die Xenic ist auch hinten darauf ausgelegt, Fehlauslösungen zu verhindern, indem sie nach einem Schlag wieder sauber zentriert. So viel Funktion in bloss 325 Gramm (370 mit Stopper) zu packen ist natürlich spannend und macht die Bindung besonders für Skitourer interessant, die zwar beim Gewicht sparen wollen, jedoch noch das Bestmögliche an Sicherheit und Zuverlässigkeit erwarten. Oder natürlich wer auf ein Schweizer Qualitätsprodukt setzen möchte, das sich durch Innovation auf kreative Weise von der Konkurrenz abhebt.