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Mikroplastik: Antworten auf die wichtigsten Fragen

Bergpanorama, im Vordergrund liegt eine achtlos weggeworfene Plastikflasche.
Autorinnenfoto von Alessandra, Team Nachhaltigkeit.
Alessandra
Nachhaltigkeit, Office Zürich
© Fotos

Was ist Mikroplastik und warum ist es problematisch? Welches Waschmittel ist frei von Mikroplastik und worauf sollte ich bei meiner Trinkflasche achten? In diesem Blogartikel findest du Antworten.

Was ist Mikroplastik, wie gelangt es in die Umwelt und was sind die Folgen? Transianerin Alessandra beantwortet diese und weitere Fragen zum Thema und gibt Tipps, wie sich Mikroplastik vermeiden lässt.

Was ist Mikroplastik überhaupt?

Was ist Mikroplastik überhaupt?

Als Mikroplastik gelten Kunststoffpartikel, die kleiner als fünf Millimeter sind. Sie entstehen auf zwei verschiedene Arten:

  • Primäres Mikroplastik: Wird produziert als Inhaltsstoff für Kosmetika, Reinigungsmittel oder Farbe.

  • Sekundäres Mikroplastik: Entsteht beim Gebrauch von Ware aus Kunststoff, wenn sich durch Waschen und Abrieb Plastikteilchen lösen.

Woher stammt Mikroplastik?

Woher stammt Mikroplastik?

Der mit Abstand grösste Teil stammt von Autoreifen, Farben und Kunststoffpellets für die Industrie. Das Sortiment von Transa enthält vergleichsweise wenig Mikroplastik. Der grösste Teil davon stammt aus synthetischer Kleidung aus Polyester, Polyamid oder anderen künstlichen Fasern. Beim Waschen geben die Stoffe Mikroplastik ab. Auch Schuhsohlen und Ausrüstung wie Zelte und Rucksäcke können bei der Nutzung durch Abrieb oder Waschen Mikroplastik freisetzen.

Weshalb ist Mikroplastik problematisch?

Weshalb ist Mikroplastik problematisch?

Mikroplastik stellt ein potenzielles Gesundheitsrisiko für Mensch und Tier dar:

  • Mensch: Mikroplastik kann über die Nahrungskette in den menschlichen Körper gelangen. Die genauen Auswirkungen auf die Gesundheit sind noch nicht vollständig erforscht. Nach aktuellem Wissensstand scheiden wir den grössten Teil des Mikroplastiks wieder aus. Es gibt aber Befürchtungen, dass es Schadstoffe in den Körper transportieren und dort freisetzen könnte. Zudem sind mögliche Langzeitfolgen unklar.

  • Tier: Viele Meerestiere nehmen kleinste Plastikteilchen auf, weil sie diese mit Nahrung verwechseln. Dies kann schwerwiegende gesundheitliche Schäden, Vergiftungen und im schlimmsten Fall den Tod der Tiere zur Folge haben.

Ein erwiesenes Problem besteht darin, dass Mikroplastik sehr stabil ist. Das bedeutet, dass sich die kleinen Teilchen in den Meeren, Flüssen, Böden und sogar in der Luft ansammeln und über die Zeit anreichern, weil sie nicht zerfallen.

Was kann man gegen Mikroplastik tun?

Was kann man gegen Mikroplastik tun?

  • Kauf: Am wichtigsten ist ein bewusster Konsum von Artikeln aus Kunststoff: Funktionalität, Langlebigkeit und ethische Überlegungen – beispielsweise keine tierischen Produkte zu verwenden – müssen dem Nutzen von Kunststoff gerecht werden. Produkte mit primärem Mikroplastik sollten möglichst vermieden werden. Auch die Verarbeitung des Stoffes spielt eine Rolle. Kompaktes, glattes Material, beispielsweise Campingteller aus Hartplastik, gibt weniger Mikroplastik ab als aufgerautes, buschiges Material wie Fleece.

  • Pflege: Synthetische Kleidung solltest du nicht häufiger als nötig waschen. Zudem kannst du an der Waschmaschine einen Mikroplastikfilter anbringen oder synthetische Textilien in einem Waschbeutel waschen. Wichtig: Die aufgefangenen Fasern anschliessend im Abfall entsorgen, auf keinen Fall den Beutel einfach auswaschen.

    • Waschbeutel nutzen, der die Fasern und Plastikteilchen auffängt.

    • Waschmittel ohne Mikroplastik verwenden, keine synthetischen Polymere.

    • Seltener waschen: Bei jedem Waschgang verliert synthetische Kleidung Mikroplastik. Wasche deshalb nur, wenn es nötig ist.

    • Kaltwäsche bevorzugen: weniger Faserabrieb, entsprechend weniger Mikroplastik.

    • Wasserfilter installieren bei der Waschmaschine, der einen Teil der Fasern auffängt.

  • Entsorgung: Artikel aus Kunststoff korrekt entsorgen.

Wichtig: In vielen Fällen sind qualitativ hochwertige synthetische Stoffe bei Outdoor-Produkten reissfester und nutzen sich weniger schnell ab als Alternativen aus Naturfasern. Das macht sie langlebiger und somit zur potenziell nachhaltigeren Wahl. Es kann also sinnvoll sein, Ausrüstung aus Kunststoff oder synthetische Bekleidung zu verwenden.

Welche Kosmetik ist frei von Mikroplastik?

Welche Kosmetik ist frei von Mikroplastik?

Fürs Necessaire benötigst du vor allem Sonnencreme und eine Seife oder Duschmittel. Wie kann man sichergehen, dass diese Kosmetika frei von Mikroplastik ist? Du kannst auf Inhaltsstoffe achten: Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP) deuten auf Mikroplastik hin.

Feste Shampoos, Seifen oder Zahnpasten sind häufig plastikfrei und meistens zudem umweltfreundlich verpackt. Zertifizierte Naturkosmetik ist auch fast immer frei von Plastik.

Die Seifen von Dr. Bronner's sind frei von Mikroplastik, ebenso Wilderness Wash von Sea to Summit. Bei den Deos von Ben & Anna sind nicht nur die Produkte mikroplastikfrei, sondern auch die Verpackung. Und bei den Zahnpasten garantiert Curaprox, dass kein Mikroplastik enthalten ist.

Trinkflaschen aus Plastik – welches Material ist die beste Wahl?

Trinkflaschen aus Plastik – welches Material ist die beste Wahl?

Jedes Plastik gibt Mikroplastik ab, auch Silikon. Bei Trinkflaschen entsteht der Abrieb und somit Mikroplastik vor allem durch:

  • Auf- und Zuschrauben

  • Falsche Reinigung, beispielsweise durch Scheuermittel, harte Bürsten, stark konzentrierte Waschmittel oder langanhaltende Hitze in der Geschirrspülmaschine. Ist die Flasche geschirrspülmaschinenfest, hält das Material Hitze und Reinigungsmittel bezüglich Verformbarkeit und Lebensmittelechtheit aus. Allerdings altert das Material dadurch schneller und gibt mehr Mikroplastik ab.

  • Falsche Handhabung durch starke und lange Sonneneinstrahlung, zu heisse Handwäsche oder zu heisses Abfüllen

  • Gebrauchsbedingte Abnutzung

Wenn du eine Trinkfalsche mit möglichst wenig Plastik möchtest, ist eine Edelstahlflasche mit Edelstahldeckel die beste Wahl. Der einzige Bestandteil aus Plastik ist die Silikondichtung, die aber beim Auf- und Zuschrauben kaum Abrieb verursacht. Ähnlich ist es mit Edelstahlflaschen mit Plastikdeckel und Stahlinnenseite und mit Edelstahlflaschen mit komplettem Kunststoffdeckel. Bei allen Modellen muss die Silikondichtung beziehungsweise der Kunststoffdeckel regelmässig ersetzt werden. Die Flasche reinigst du am besten nach jedem Gebrauch mit Abwaschmittel und einer Bürste, bei hartnäckigen Flecken oder störendem Geruch mit etwas Backpulver oder Reinigungstabletten.

Aluminiumflaschen mit Kunststoffdeckel verursachen beim Auf- und Zuschrauben etwas mehr Abrieb. Hinzu kommt, dass sich bei beschädigter Beschichtung winzige Teilchen des Aluminiums lösen können. Auch bei diesen Trinkflaschen muss der Deckel regelmässig ersetzt werden.

Bei Trinkbeuteln und Wassersäcken aus Polyethylen (PE), Tritan (Copolyester-Kunststoff) und thermoplastischem Polyurethan (TPU) löst sich am meisten Mikroplastik. Je nach Anwendungsbereich, etwa beim Transport grosser Mengen Wasser oder beim Trailrunning mit besonders platzsparenden Softflasks, gibt es jedoch keine gleichwertigen Alternativen. Reinige die Flasche nach jedem Gebrauch mit Abwaschmittel und einer weichen Bürste. Bei Trinksystemen mit Schlauch oder stark verschmutzten Flaschen helfen Reinigungstabletten. Wichtig ist, die Flaschen bei Verfärbungen, Rissen oder anderen Beschädigungen zu ersetzen.

Isolationsflaschen: Modelle mit Stahldeckel isolieren wegen der Leitfähigkeit des Materials schlecht und eignen sich daher eher für kalte Getränke. Für heissen Tee oder Kaffee ist ein Plastikdeckel deshalb zwingend.

Welche Wasserfilter filtern Mikroplastik?

Welche Wasserfilter filtern Mikroplastik?

Alle Wasserfilter in unserem Sortiment filtern Mikroplastik aus dem Wasser, wenn die Teilchen grösser als 0,2 Mikron sind, also zwei Zehntausendstel eines Millimeters. Wenn das Wasser nur mit Chlor oder UV-Licht behandelt wird, bleiben Mikroplastik und andere Verunreinigungen im Wasser, ebenso krankheitserregende Keime. Diese werden aber mit der Behandlung unschädlich gemacht.

In welchem Waschmittel ist kein Mikroplastik enthalten?

In welchem Waschmittel ist kein Mikroplastik enthalten?

Allgemein kannst du bei Waschmitteln auf die Inhaltsstoffe achten. Sie sollten frei von Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP) sein.

Zum Sortiment von Transa: Alle Waschmittel von Grangers, Fibertec und Gear Aid enthalten laut Hersteller kein absichtlich zugesetztes Mikroplastik.

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