Entdecke jetzt rabattierte Artikel im Outlet!Zum Outlet

PFAS: Was sind PFAS und wieso sind sie gefährlich?

Nahaufnahme einer Regenjacke, auf der der Regen abperlt.
Autorinnenfoto von Alessandra, Team Nachhaltigkeit.
Alessandra
Nachhaltigkeit, Office Zürich
© Fotos

PFAS werden unter anderem in Regenjacken, beschichteten Pfannen und Zelten eingesetzt. Aber was sind PFAS? Wie gelangen sie ins Trinkwasser, in Lebensmittel und wieso sollte man sie meiden? Transianerin Alessandra vom Team Nachhaltigkeit gibt Auskunft.

Was sind PFAS?

Was sind PFAS?

PFAS steht für per- und polyfluorierte Alkylverbindungen. Das sind chemische Verbindungen, die es in der Natur nicht gibt. Die Chemikalien entstehen also nur industriell gefertigt durch Menschen. Es gibt mehrere tausend verschiedene dieser Verbindungen, die alle zu den PFAS gehören. Bekannt ist unter anderem PFOA (Perfluoroctansäure), die beispielsweise in Löschschaum und Bekleidung verwendet wurde. In der EU ist PFOA seit 2020 verboten. Auch PTFE (Polytetrafluorethylen) wird häufig verwendet, es ist in beschichteten Pfannen mit dem Markenname Teflon verbreitet. PTFE ist in der EU noch erlaubt, könnte aber im Laufe der nächsten Jahre für Alltagsgegenständen ebenfalls verboten werden.

PFAS sind ausserordentlich fett,- schmutz- und wasserabweisend. Das macht sie für viele Produkte sehr nützlich, beispielsweise für Regenjacken, Kochgeschirr oder Kosmetik.

Weshalb sind PFAS gesundheitsschädliche Stoffe?

Weshalb sind PFAS gesundheitsschädliche Stoffe?

PFAS-Verbindungen sind sehr stabil. Für Produkte ist das wünschenswert, weil die fett-, schmutz- und wasserabweisenden Eigenschaften während vielen Jahren erhalten bleiben. PFAS lösen sich aber über die gesamte Lebensdauer hinweg aus den Produkten – bereits bei der Herstellung, später bei der Nutzung, beispielsweise beim Waschen oder durch Abrieb, und schliesslich bei der Entsorgung. Wegen ihrer stabilen Struktur zerfallen die gelösten Teilchen der Chemikalie nicht, bauen sich also nicht ab. Man bezeichnet sie deshalb auch als «Ewigkeitschemikalien».

PFAS reichern sich so im Boden und Trinkwasser an, gelangen in Tiere, Pflanzen, unsere Lebensmittel und schliesslich in den menschlichen Körper. Auch dieser kann sie kaum abbauen. Und nun zur gefährlichen Kehrseite: Es ist wissenschaftlich belegt, dass PFAS gesundheitsschädigend sind. Mögliche Folgen von zu hohen PFAS-Werten im Blut sind vielfältig. Sie können unter anderem die Leberfunktion negativ beeinflussen, den Stoffwechsel des Hormonsystems stören und das Risiko für einige Krebsarten erhöhen.

Bei welchen Produkten werden PFAS eingesetzt?

Bei welchen Produkten werden PFAS eingesetzt?

Verschiedenen Branchen setzen PFAS in zahlreichen Produkten ein für jeweils unterschiedliche Funktionen. Folgend einige Beispiele:

  • Kochgeschirr: Antihaftbeschichtung

  • Textilien/Schuhe: Wasser- und schmutzabweisende Eigenschaften

  • Kosmetika: unter anderem zur Stabilisierung der Konsistenz

  • Feuerlöschschäume: unter anderem zur Bildung eines Schutzfilms, der die Flammen auf brennenden Flüssigkeiten erstickt

  • Elektronik: unter anderem als Feuchtigkeitsschutz und zur elektrischen Isolation

Hat Transa Produkte mit PFAS im Sortiment?

Hat Transa Produkte mit PFAS im Sortiment?

Viel Bekleidung und Ausrüstung, die nicht fett-, schmutz- und wasserabweisend sein müssen, haben nie PFAS enthalten. Beliebt waren PFAS lange Zeit bei Membranen in wasserdichter Bekleidung, Imprägniermittel und Skiwachs. Bei diesen Produkten gibt es aber viele Alternativen. Deshalb sind bei Transa alle Imprägniermittel und Skiwachse PFAS-frei.

Das Sortiment von Transa ist insgesamt beinahe PFAS-frei. In folgenden Produktgruppen bestellen wir nur noch PFAS-freie Produkte:

  • Imprägniermittel

  • Wachse

  • Bekleidung

  • Zelte

  • Rucksäcke

Es gibt bei Bekleidung, Zelten und Rucksäcken noch wenige Restbestände an Lager, die PFAS enthalten. Diese werden aber nicht mehr nachbestellt.

Was wird gegen PFAS unternommen?

Was wird gegen PFAS unternommen?

EU/Schweiz: Die EU bildet international die Speerspitze bezüglich PFAS-Regulierungen. Das wirkt sich auch auf Transa aus, weil wir fast ausschliesslich Produkte anbieten, die auch auf dem EU-Markt zum Verkauf zugelassen sind. Es gibt mehrere tausend verschiedene PFAS. Sie alle sind sich in ihren Eigenschaften sehr ähnlich, unterscheiden sich aber im Aufbau. Die problematischsten PFAS sind in der EU bereits verboten und sollten es demnächst auch in der Schweiz sein. Es ist zudem damit zu rechnen, dass PFAS in den nächsten Jahren weiter eingeschränkt werden.

Schweiz: Abseits der Industrie wurden Grenzwerte für drei PFAS (PFOS, PFHxS und PFOA) im Trinkwasser definiert. Es wird stichprobenmässig geprüft, wie sich PFAS in der Umwelt anreichert.

Marken: Viele Marken, auch aus unserem Sortiment, arbeiten daran, die PFAS in ihren Produkten durch unproblematische Substanzen zu ersetzen. Bei wasserdichten Textilien sind das unter anderem Silikone, Paraffinformulierungen oder Kunststoffe wie Melaminharze oder Polyurethane. Für fett- und ölabweisende Verunreinigungen gibt es Stand heute keine gleichwertigen Alternativen zu PFAS. Letzteres betrifft vor allem Arbeitskleidung.

Was tun mit PFAS-haltigen Produkten?

Was tun mit PFAS-haltigen Produkten?

Es ist am nachhaltigsten, PFAS-haltige Produkte so lange wie möglich zu nutzen. Eine lange Lebensdauer sorgt dafür, dass nichts Neues produziert werden muss. Das schont Ressourcen. Wichtig bei beschichteten Pfannen: Das gilt nur, solange die Beschichtung nicht beschädigt ist.

Am Ende der Lebensdauer gehört PFAS-haltige Bekleidung und Ausrüstung in den Sonderabfall/zur Sammelstelle oder in die Fachentsorgung, nicht in die Altkleidersammlung oder den Abfallsack. Die korrekte Entsorgung verhindert, dass weitere PFAS in die Natur gelangen.

Wo gibt es Informationen zu PFAS in der Schweiz?

Wo gibt es Informationen zu PFAS in der Schweiz?

Der Bund beschäftigt sich seit längerem mit PFAS. Aktuelle Informationen gibt es beispielsweise hier:

Teile den ArtikelPFAS: Was sind PFAS und wieso sind sie gefährlich?

  • Kostenloser Versand ab CHF 99

    (Mit der TransaCard immer kostenlos)

  • Sicheres Bezahlen mit Twint, Kreditkarte und mehr.
  • 14-Tage Widerrufsrecht