Torge Fahl, Rene Niederer/artwiese.ch, Moléson Tourismus, Switzerland Tourism/Dominik Baur, Wanderblondies, Glacier Bike Tour, Andreas Busslinger Photography
Etwas von allem und von allem das Beste: Auch im Herbst ist die Schweiz der perfekte Outdoor-Spielplatz – egal ob zu Fuss, auf dem Velo oder am Fels.
Doubs _ Ein guter Startpunkt für eine dreitägige Wanderung entlang des Doubs ist Saint-Ursanne im Kanton Jura. Wer hier übernachten möchte, sollte das naturnahe und familiär geführte B&B Eco-Chalet Bel Oiseau in Betracht ziehen. Auf rund 15 Kilometern folgt der Weg ab Saint-Ursanne meist dem Fluss durch bewachsene Uferzonen, vorbei an bunten Laubwäldern. Im Herbst sorgen die gefärbten Blätter und die tief stehende Sonne für eine ganz besondere Atmosphäre. Die Gemeinde Soubey eignet sich bestens als Ziel für die erste Tagesetappe dieser Wanderung.
Ab hier wird das Tal spürbar enger. Auf dem Weg nach Goumois, dem zweiten Etappenziel, rücken die Hänge näher an das Wasser, moosige Felsen, dichter Bewuchs und morgendliche Nebelfelder prägen das Bild. Der Doubs ist hier Grenzfluss zwischen Frankreich und der Schweiz.
Als landschaftlicher Höhepunkt gilt die Rundtour nach La Goule von Goumois aus am dritten Tag. Sie führt auf der Schweizer Seite flussaufwärts, quert den Doubs über eine Brücke und verläuft auf französischer Seite zurück. Das Tal zeigt sich hier felsig, schmal und besonders ursprünglich. Ehemalige Mühlen und Sägewerke zeugen von der früheren Bedeutung des Doubs als Energiequelle. So bleibt der Fluss über alle Etappen hinweg der rote Faden einer abwechslungsreichen Wanderung.
Ausflugstipp #2: E-Bike-Tour XXL in Graubünden, Uri, WallisSt. Moritz – Zermatt _ 370 Kilometer, 9’500 Höhenmeter und ein unvergessliches Erlebnis: Die Glacier Bike Tour verbindet alpine Landschaften eindrucksvoll mit Genuss und Kultur. Entlang der berühmten Glacier-Express-Bahnstrecke wechseln sich aussichtsreiche Passstrassen, einsame Hochtäler und urige Bergdörfer ab. Dank E-Bike lassen sich auch längere Anstiege – etwa über die drei Alpenpässe Albula-, Oberalp- und Furkapass – entspannt meistern. So bleibt genügend Zeit, die spektakuläre Kulisse zu geniessen. Ein lohnender Zwischenstopp nach Tag eins ist das historische Kurhaus Bergün. Hier trifft Bündner Gastfreundschaft auf regionale Küche – der perfekte Ort, um neue Energie für die nächste von insgesamt zehn Etappen zu tanken. Und wer mehr Pause braucht, der kann dank 50 Bahnhöfen entlang der Strecke auch mal abkürzen.
Tessin _ Herbst im Tessin: Zwischen Steinpilzgerichten und prickelnder Gazosa gibt es hier auch Bouldergenuss. Rund um die Kantonshauptstadt warten die Bouldergebiete Chironico und Cresciano mit Blöcken aus griffigem Gneis in verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Zwischen Kastanienwäldern und mediterraner Landschaft haben eiszeitliche Gletscher abwechslungsreiche Routen geformt, die Technik und Kreativität gleichermassen fordern. Eine nah gelegene Übernachtungsmöglichkeit bietet die Jugi in der historischen Villa Montebello in Bellinzona, direkt vor einer der bekannten UNESCO-Weltkulturerbe-Burgen gelegen. Bei einer Übernachtung sind mit dem Ticino Ticket fast alle ÖV im Kanton inkludiert oder reduziert. Bei schlechtem Wetter bietet die Kletterhalle Alpha Boulder die Möglichkeit, an der Technik zu feilen.
Kanton Fribourg _ Nach einer entspannten Nacht im charmanten Hotel Le Saint Georges in der historischen Altstadt von Gruyères lockt der Gipfel Moléson. Nach der Auffahrt mit der Standseilbahn schnüren sportlich ambitionierte Gäste die Trailrunning-Schuhe. Steile Anstiege, flowige Trails und weite Ausblicke machen den rund 18 Kilometer langen Lauf zu einem echten Highlight. Die abwechslungsreiche Strecke führt durch grüne Alpweiden, vorbei an urigen Alpbetrieben. Auf 2’002 Metern angekommen, öffnet sich der Blick auf Genfersee, Jura sowie Berner und Walliser Alpen. Danach führt ein grasbewachsener Kamm zum nächsten Gipfel, dem Teysachaux, und schliesslich wieder zur Standseilbahn. Von dort gelangt man ganz bequem nach unten und mit dem Bus nach Gruyères, um bei köstlichen Greyerzer Käsespezialitäten im Le Saint Georges zu entspannen.
Warum in die Ferne schweifen, wenn es gleich vor der Haustür noch so viel zu entdecken gibt? Inspiration für besondere Reiseziele in der Schweiz gibts unter: switzerland.com/timeout
Zugerberg _ Der Zugerberg oberhalb der Stadt Zug am Ostufer des Zugersees ist ein ideales Ziel für alle, die Natur und Ruhe suchen. Oft über der Nebelgrenze gelegen, stösst man mit der historischen Standseilbahn regelrecht übers Nebelmeer hinaus. Rund 80 Kilometer gut ausgeschilderte Rundwege führen durch schattige Wälder, über aussichtsreiche Wiesen und vorbei an einer der bedeutendsten Moorlandschaften der Schweiz mit einer ganz besonderen Pflanzen- und Tierwelt. Die drei offiziellen Rundwege «Hase», «Fuchs» und «Hirsch» sind nicht nur für Familien mit Kindern ein Highlight – die «Hasen-Route» ist sogar komplett barrierefrei. Wer eine längere Tour machen möchte, kann zum Berggasthaus Wildspitz wandern. Auf 1’580 Metern – dem höchsten Punkt des Kantons Zug – warten regionale Spezialitäten und eine herrliche Panoramaterrasse.
Sargans nach St. Gallen _ 120 Kilometer und 4’400 Meter Anstieg – aufgeteilt in drei Etappen – verlangen Kondition, belohnen aber mit den eindrucksvollen Landschaften der Ostschweiz: Die Wildmannli-Biketour lebt von ihrer Summe kleiner Highlights. Von Sargans führt die Route über aussichtsreiche Höhenzüge, durch dichte Wälder und vorbei an urigen Alpen bis nach St. Gallen. Durch die Talschaft Toggenburg, entlang des Rheins und durch die Hügel des Appenzellerlands sorgen knackige Anstiege und abwechslungsreiche Trails für Fahrspass. Technisch ist die Tour nicht allzu schwer, kann aber in die Beine gehen. In St. Gallen angekommen, bietet die Jugendherberge eine komfortable und unkomplizierte Übernachtungsmöglichkeit. Von dort lassen sich nicht nur die Altstadt und das UNESCO-Stiftsviertel erkunden, sondern auch die müden Beine mitten im Grünen auslaufen.
Kanton Uri _ Das Maderanertal zählt zu den eindrucksvollsten Alpentälern der Zentralschweiz. Schroffe Gipfel, Wasserfälle und das herbstliche Farbenspiel der Lärchenwälder prägen die Landschaft. Ein besonderes Ziel ist der idyllisch gelegene Golzernsee, dessen türkisfarbenes Wasser zum Verweilen einlädt und gerade Familien zum Pausieren lockt. Anspruchsvollere Touren führen weiter hinein ins Tal bis zur Hüfihütte, die spektakulär zwischen Gletschern und Dreitausendern liegt. Die urige SAC-Hütte ist nicht nur ein beliebter Stützpunkt für Bergsteiger:innen, sondern auch ein perfekter Ort für Wandernde, um regionale Spezialitäten zu geniessen und die beeindruckende Hochgebirgslandschaft auf sich wirken zu lassen. Ins Maderanertal gelangt man übrigens entweder zu Fuss oder mit dem Alpentaxi ab Bristen – der hintere Teil des Tals ist nahezu komplett autofrei.
(Mit der TransaCard immer kostenlos)