Entdecke jetzt rabattierte Artikel im Outlet!Zum Outlet

Reisemedizin: Zecken, Moskitos und Quallen – so schützt du dich davor

Eine Frau und ein Mann in der Natur, sie tragen Anti-Moskitobekleidung und tragen Moskitospray auf.

Das Zentrum für Reisemedizin der Universität Zürich konzentriert sich auf die Prävention von Krankheiten vor Reisen. Reisemediziner Dr. med. Jan Fehr erklärt, welche Massnahmen für Abenteuer im Ausland, aber auch in der Schweiz wichtig sind.

Die als Tropenkrankheiten bezeichneten Infektionskrankheiten könnten sich wegen des Klimawandels auch bei uns verbreiten. Die wärmeren Temperaturen schaffen einen attraktiven Lebensraum für die Überträger. Jan Fehr ist Professor für Innere Medizin und Infektionskrankheiten an der Universität Zürich und arbeitet unter anderem am Zentrum für Reisemedizin der Uni. Hier erklärt er, welche Auswirkungen der Klimawandel auf «Tropenkrankheiten» in der Schweiz und im nahen Ausland hat. Zudem gibt er Tipps, wie man sich vor einer Infektion schützen kann.

Zecken

Zecken

Hirnhautentzündung und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Die Schweiz zählt heute zu den Ländern in Europa, die am meisten von der Viruserkrankung FSME betroffen sind. Zecken können aber auch bakterielle Krankheiten übertragen, beispielsweise Borreliose. Beide Krankheiten äussern sich zunächst meist mit grippeähnlichen Symptomen. Bei der Borreliose kann sich zudem im frühen Stadium eine Hautveränderung zeigen, die an eine Zielscheibe erinnert. Während die Borreliose mit einem Antibiotikum behandelt werden kann, gibt es für die FSME keine heilenden Medikamente. Die Therapie beschränkt sich auf die Linderung der Symptome.

Für die Zunahme der Fälle gibt es mehrere Gründe:

  • Ansteigende Durchschnittstemperaturen: Die Winter fallen milder aus, die Zecken sind deshalb während des ganzen Jahres aktiv. Zudem vergrössert sich ihr Gebiet, weil die Temperatur auch in den Bergen steigt.

  • Vermehrte Freizeitaktivitäten draussen: Personen setzen sich dadurch dem Risiko aus, von Zecken gestochen zu werden.

  • Starkes verbreiten: Aktuell gibt es keine Massnahmen, die das Vermehren der Zecken eindämmen.

Schutz vor Zecken

Vor einer Reise ist der Zeckenschutz genauso wichtig wie vor einem Spaziergang über heimische Wiesen oder einem Ausflug in den Wald. Die beste Prävention gegen FSME ist die Impfung, gegen die Borreliose gibt es leider noch keine Impfung. Zeckenspray sowie langärmlige Kleidung hält die Zecken fern. Und: Denk daran, dass Zecken nicht mehr nur in Wäldern, sondern auch in Gebüschen in der Stadt und im eigenen Garten vorkommen.

Moskitos

Moskitos

Die Ursprünge von Tropenkrankheiten in Europa dürften sich bis ins Zeitalter der Entdeckungen zurückverfolgen lassen, als Handelsreisende aus fernen Ländern oft mehr als nur Waren mitbrachten. Ein gutes Beispiel dafür ist die Malaria. Diese durch eine spezielle Mückenart übertragene Krankheit wurde durch infizierte Moskitos entlang der Handelsrouten eingeschleppt. Malaria breitete sich im Altertum besonders in den Sümpfen Südeuropas aus. Die Bekämpfungsmassnahmen im 19. und 20. Jahrhundert erwiesen sich als Erfolg, Mitte des 20. Jahrhunderts sank die Zahl der Fälle stark. Mehrere Länder Südeuropas wurden als malariafrei erklärt. Aber mit konstant höheren Durchschnittstemperaturen finden sich für «tropische» Moskitos bessere Lebensbedingungen und sie können sich auch in unseren Breitengraden wieder ansiedeln.

Schutz vor Moskitos

Fälle aus Frankreich, Spanien oder Italien zeigen: Das Risiko ist real. Denn seit ein paar Jahren werden immer wieder lokal übertragene Fälle von Denguefieber bestätigt. Überträgerin war die Tigermücke. Sie wurde in den vergangenen Jahren auch immer mal wieder in der Schweiz gefunden. Bislang gab es hierzulande zwar noch keine Fälle von Denguefieber, das ist aber wohl nur eine Frage der Zeit. Dies bedeutet, dass Tipps, wie man sich auf Reisen in tropischen Ländern schützt, bald auch für Outdoor-Aktivitäten auf Reisen in Europa gelten könnten.

Nicht nur «exotische» Mücken verbreiten Tropenkrankheiten. So kann beispielsweise unsere einheimische Stechmücke das West-Nil-Fieber übertragen. Das Virus gelangte von der West-Nil-Region in Uganda über Zugvögel nach Europa. Ende 2025 wurde in der Schweiz die erste Infektion bei einem Menschen festgestellt.

Eine Frau draussen in der Natur, sie zieht ein Moskitonetz über den Kopf.

Anti-Moskitokleidung und bei hohem Risiko ein Moskitonetz für den Kopf halten die Insekten fern.

Foto © Noah Leimgruber
Quallen

Quallen

Balearen, Kanaren, Golf von Mexiko, die Küsten Japans und Australiens: All das sind populäre Ferienziele und überall hat die Anzahl Quallen in den letzten Jahren stark zugenommen. Steigende Meerestemperaturen schaffen günstige Bedingungen für die Fortpflanzung und das Wachstum von Quallen, beispielsweise auch im Mittelmeer. In Australien breiten sich Populationen der Nesseltiere weiter nach Süden aus, darunter auch Würfelquallenarten. Sie zählen zu den giftigsten Tieren der Welt. Ähnlich verhält es sich im Golf von Mexiko.

Quallenstiche können verschiedene Symptome verursachen, von leichten Hautreizungen bis zu schweren allergischen Reaktionen. Für empfindliche Menschen ist das Gift bestimmter Arten sogar lebensbedrohlich und führt ohne ärztliche Behandlung zu schweren medizinischen Notfällen oder gar zum Tod. Eine sofortige ärztliche Hilfe ist in diesen Situationen also überlebenswichtig.

Schutz vor Quallen

Je nach Reisedestination raten wir dringend zu folgenden Massnahmen:

  • Achte am Strand darauf, ob vor Quallen gewarnt wird – dies können Schilder sein oder aber eine violette Flagge. Diese ist an Stränden international das Zeichen für gefährliche Meerestiere wie Quallen oder giftige Fische.

  • Trage langärmelige Schwimmbekleidung.

  • Schwimme nur in ausgewiesenen Bereichen.

  • Gehe nach Stürmen nicht ins Wasser.

  • Nimm Essig als Erste Hilfe mit und wasche nach einem Quallenstich die betroffene Stelle damit ab.

  • Berühre Quallen nicht, auch wenn sie tot am Strand liegen.

Reisemedizinische Zentren

Reisemedizinische Zentren

Reisemedizinische Beratung zu Reiseimpfungen, Verhalten und weiteren Massnahmen zum Schutz vor Krankheiten erhältst du unter anderen in folgenden Zentren:

  • #Backpacking

  • #Fernreisen

  • #Veloreise

Teile den ArtikelReisemedizin: Zecken, Moskitos und Quallen – so schützt du dich davor

  • Kostenloser Versand ab CHF 99

    (Mit der TransaCard immer kostenlos)

  • Sicheres Bezahlen mit Twint, Kreditkarte und mehr.
  • 14-Tage Widerrufsrecht