​​Eine Nacht im Iglu: Draussen schlafen im Winter

9. Februar 2024

Im tiefen Winter im Schnee übernachten – das ist eine ganz besondere Erfahrung. Myriam und René haben im Iglu übernachtet und zeigen wir, wie es trotz kalten Temperaturen schön warm und kuschlig bleibt.

Fotos: Ruedi Thomi

Office Zürich
Gerne im Schnee unterwegs

Draussen ist es eisig kalt. René und Myriam sitzen bei einem warmen Kaffee vor ihrem selbst gebauten Iglu oberhalb der Tannalp, Melchsee Frutt. Es hat vor wenigen Tagen geschneit. Der Neuschnee liegt wie ein feiner Puder über den Hügeln. Es ist ruhig und friedlich, keine Menschenseele in der Nähe. Kein Iglu-Dorf, kein Iglu Hotel. Nur René, Myriam und die Landschaft. Hier und da verraten Tierspuren, dass sie doch nicht ganz alleine sind. Der helle Schnee bildet einen Kontrast zum dunklen Himmel. Das Licht ihrer Stirnlampen wirkt fast etwas störend. Sie haben sich einen geschützten Platz ausgesucht und dort ihr eigenes Iglu errichtet. Die Dämmerung bricht langsam herein und taucht die Schneedünen in ein hellgraues Licht. Es wird zunehmend kühler. René und Myriam bereiten sich auf eine kalte Nacht vor. Der idyllische Schein trügt; in der Nacht fällt das Thermometer unter null Grad Celsius. Es wird bitterkalt. Eine gute Vorbereitung ist wichtig, um in der Nacht nicht zu unterkühlen. 

Der ideale Schlafplatz  

Schnee lässt ein geringes Mass an Luft durch. Wähle deshalb einen geschützten Schlafplatz für dein Lager, der das Iglu in der Nacht vor eisigen Winden schützt. Zudem sollte der Schlafplatz flach sein. Das verhindert, dass du im Schlaf auf dem Schnee wegrutschst. Eine wärmende Isolationsmatte ist Pflicht, um den Wärmeverlust am Körper zu minimieren. In einem Iglu liegen die Temperaturen zwischen -2 und +2 Grad.

Wie du den Schlafsack richtig nutzt  

Für die Übernachtung im Iglu brauchst du einen Schlafsack, der gut isoliert und für kalte Temperaturen geeignet ist. Keine Sorge, du brauchst keinen Polarschlafsack. Wir sind hier in der Schweiz. Sollte deine Kleidung feucht sein, wechsle sie unbedingt, bevor du in den Schlafsack steigst. Damit vermeidest du eine Unterkühlung. Kleidung, die du zusätzlich trägst, isoliert. Mit Merinosocken bleiben deine Füsse warm. Hier erfährst du, worauf du beim Kauf eines Schlafsackes achten musst.

Wie man in der Nacht warm bleibt 

Dann ist es an der Zeit, sich für die Übernachtung im Iglu vorzubereiten. Ein heisses Getränk oder eine Suppe wärmen dich von innen auf und bereiten deinen Körper gut auf die bevorstehende Nacht im Schnee vor. Es ist ausserdem ratsam, eine warme Mütze zu tragen. Denn in der Nacht entweicht die Wärme hauptsächlich über den Kopf - die Mütze verhindert, dass die Wärme vom Körper aus dem Schlafsack nach draussen dringt. So bleibt es warm und kuschlig in deinem Schlafsack und du willst ihn am Morgen gar nicht mehr verlassen. Behalte die Stirnlampe in deiner Nähe, falls du in der Nacht aufstehen und das Iglu verlassen musst. Im Video geben dir René und Myriam weitere Tipps, wie dir in der Nacht warm bleibt.

Der Morgen danach: Aufwachen im Iglu 

Es ist ein herrliches Gefühl, wenn du am frühen Morgen erwachst, aus dem Iglu kriechst und keine Menschenseele in Sicht ist. Die unberührte Schneelandschaft kompensiert dich für die doch etwas kühle Nacht. Die absolute Stille wird nur durch das leise Knirschen des Schnees unter den Füssen unterbrochen. Und spätestens nach dem ersten Atemzug fühlst du dich erfrischt und lebendig, wenn die kühle Luft in deine Lungen strömt.   

Wenn du das Iglu nicht selbst bauen willst, kannst du auch in einem bereits errichteten Schneehaus in einem Iglu-Dorf übernachten. In der Schweiz bieten viele grössere Skigebiete entsprechende Unterkünfte an. Wenn du dein Iglu eigenhändig bauen willst, haben wir hier eine ausführliche Anleitung für dich. Auch mit einem 4-Jahreszeiten-Zelt kommst du im Winter voll auf deine Kosten. So wird deine Übernachtung im Schnee zu einer besonderen Erfahrung.

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